Das erste Wochenende - Interkantonales Fest

Einmarsch FahnendelegationSamstag/Sonntag, 17./18. August 2013

In 14 Sitzungen hat das neunköpfige OK unter Leitung des Selzacher Gemeindeammanns Viktor Stüdeli das Interkantonale und das NOHV-Verbandsfest auf die Beine gestellt. Es war für die kleine Hornussergesellschaft Selzach-Solothurn nicht immer einfach, die Aufgabe einigermassen auf die Reihe zu kriegen. Obwohl der NOHV der kleinste der vier Zweckverbände ist und das Interkantonale am dünnsten besetzt wurde, waren doch die Aufwände für die Infrastruktur, die Beschaffung der Mittel und Gaben sowie die Arbeiten mehr oder weniger gleich gross, wie bei allen anderen solchen Festen. So ist auch klar, dass hier der volle Einsatz eines jeden Einzelnen verlangt und auch erhalten wurde.

Eine weitere hohe Hürde konnte genommen werden, als der Kanton Solothurn sein Einverständnis gab, auf der Selzacher Witi das Hornusserfest durchführen zu dürfen. Auch dies in diesem Naturschutzgebiet absolut keine Selbstverständlichkeit. Dafür wurden die teilnehmenden Hornusser an beiden Festen mit herrlichen und topfebenen Riesen belohnt. Dafür musste man halt dann aber auch etwas böigem Westwind in Kauf nehmen, der vorallem am Sonntag die Hornusse zum Teil weit ins oder sogar übers benachbarte Ries hinweg treiben liess.

Zum sportlichen Geschehen am Samstag

Bei herrlichem Hornusserwetter traten in der 3. und 4. Stärkeklasse je 14 Mannschaften gegeneinander an. Nach dem Anhornussen führte in 3. Stärkeklasse Schmidigen mit 0/414 die Rangliste vor Grasswil mit 404 und Rüegsau-Affoltern mit 399 Punkten, alle ohne Nummer.

Bei den Einzelschlägern lagen Peter Flückiger, Grasswil, Florian Guggenbühl, Dentenberg, und Gastgeber Roman Schaad, mit je 39 Punkten in Front.

In der 4. Stärkeklasse lag Burgdorf B mit 0/322 klar in Front gefolgt von Grosshöchstetten mit 294 Punkten, welches lediglich mit 9 Spielern angetreten war und Luzern mit 289 Punkten. Diese drei Mannschaften waren zugleich die einzigen, welche noch ein tadelloses Nummernkonto aufwiesen.

Bei den Einzelschlägern lag Fritz Ramseier, Reutenen mit 39 Punkten an der Spitze, gefolgt von den mit 37 Punkten gleichauf liegenden Samuel Seiler, Mützlenberg-Nesselgraben und Christian Weber, Grossried-Flamatt. Man durfte in dieser Stärkeklasse also gespannt sein, wie sich die Emmentaler aus Grosshöchstetten am Nachmittag noch schlagen würden.

In der 3. Stärkeklasse wurde die Rangliste im Ausstich noch tüchtig durchgerüttelt. Das führende Schmidigen musste sich zwei und Grasswil gar 5 Nummern schreiben lassen und fielen damit aus den Hornrängen. Davon profitierten Belp-Toffen B welches sich mit 0/1114 an die Ranglistenspitze setzte und Wasen-Lugenbach C, das sich mit 0/1045 den 2. Rang erkämpfte. Gerade noch – trotz einer Nummer – für das letzte Horn qualifizierte sich Rüegsau-Affoltern mit 1137 Punkten.

Bei den Einzelschlägern zeigte Reto Kaiser keine Schwäche und realisierte mit 114 Punkten (19, 18, 20, 19, 19, 19) den Sieg. Auf den Ehrenplätzen folgten Roman Schaad, Selzach-Solothurn mit 110 und Ulrich Bütikofer, Zauggenried-Kernenried, mit 106 Punkten. Als bester Nachwuchshornusser konnte sich Mathias Gasser, 97, Belp-Toffen, mit 77 Punkten auszeichnen lassen.

In der 4. Stärkeklasse schaute alles gespannt auf Ries 9 wo Grosshöchstetten gegen Burgdorf B antreten musste. Ich kann es vorweg nehmen: Das Rumpfteam schaffte die Sensation und gewann mit 9 Spielern diese Stärkeklasse. Zwar musste man sich noch eine, aber eben nur diese eine Nummer schreiben lassen und das reichte für den Sieg. Man kann sich vorstellen, wie sehr diese Mannschaft diesen Triumpf ausgekostet hat. Auf den Ehrenplätzen folgten Mützlenberg-Nesselgraben (2/1131) und Grossried-Flamatt (2/971). Burgdorf und Luzern wiesen ebenfalls 2 Nummern auf, konnten aber punktemässig nicht mehr mithalten.

1. und 2. Stärkeklasse

Nach dem Anhornussen führte erwartungsgemäss Lyss A die Rangliste mit 0/646 klar an, gefolgt von Stalden-Dorf A (0/610), Epsach A (0/604) und Büren z.H. A (0/563).

Die Einzelschlägerrangliste zierten drei Spieler mit je 44 Punkten. Es waren Raphael Steiger, Lyss, Lars Widmer, Rüegsau-Affoltern und Altmeister Fritz Winkelmann, Wileroltigen.

In der 2. Stärkeklasse lag Busswil BE mit 562 Punkten in Front gefolgt von Grenchen mit 469, Sumiswald mit 466 und Gerzensee-Kirchdorf mit 499 Punkten, alle ohne Nummer.

Bei den Einzelschlägern herrschte Spannung pur. Dominic Burkhalter, Süri-Spengelried, lag mit 43 Punkten in Front, gefolgt von Martin Spar, Bramberg. Dahinter lauerten 3 Spieler mit je 41 Punkten; Christian Rippl, Lotzwil, Peter Salzmann, Mülchi und Stefan Schaad, Grenchen.

In der 1. Stärkeklasse liess Lyss A nichts anbrennen und realisierte den erwarteten Start-Ziel-Sieg mit 0/1979. Epsach A konnte sich im Ausstich steigern und sich mit 0/1792 das zweite Horn sichern. Die Emmentaler von Stalden-Dorf A schwächelten etwas sicherten sich mit 0/1727 aber klar den letzten Hornrang.

Bei den Einzelschlägern schlug der Lysser Raphael Steiger eine 12 und fiel aus der Entscheidung. Sein Teamkamerad Sandro Glücki setzte sich mit 126 Punkten (20, 21. 21, 22, 22, 20) knapp an die Spitze, gefolgt von Lars Widmer, Rüegsau-Affoltern, mit 125 und Walter Flückiger, Lyss, mit 120 Punkten.

Bester Nachwuchshornusser war hier Thomas Huber, 97, Zauggenried-Kernenried mit 80 Punkten.

Auch in der 3. Stärkeklasse realisierte das führende Busswil einen Start-Ziel-Sieg. Mit 0/1577 gewannen die Mittelländer deutlich das erste Horn. Auf dem 2. Platz klassierte sich die junge und hungrige Truppe aus Grenchen. Mit 1458 Punkten und tadelloser Riesarbeit holten sie sich diskussionslos das zweite Trinkhorn. Sumiswald konnte Bramberg nicht standhalten und musste die Mittelländer vorbeiziehen lassen. Mit 0/1348 gewann Bramberg das dritte Horn um 6 Punkte.

Bei den Einzelschlägern musste sich Dominic Burkhalter im Ausstich im ersten Streich eine 12 schreiben lassen und fiel damit auf den 5. Rang zurück. Christian Rippl schwächelte ebenfalls etwas im ersten Streich mit einer 18. Aber das Total von 122 des Lotzwilers (20, 21, 18, 21, 21, 21) reichte aber aus zur Sicherung des Sieges. Auf den Ehrenplätzen klassierten sich Andreas Leuenberger, Gysenstein, mit 120 und der Grenchner Stefan Schaad mit 119 Punkten. Als bester Nachwuchshornusser wurde Lukas Wymann, 98, Kräiligen-Bätterkinden mit 79 Punkten ausgezeichnet.

Die Organisatoren haben die Feuertaufe bestanden.

Jürg Lysser, Aarwangen