110 Jahre Hornusser Halten

Roger mit GlockeNach dem verregneten Samstag traten wir am Sonntagnachmittag, den 23. Sept. 2012 in Halten zum 110-jährigen Jubiläumsanlass an. Trotz starken Gegnern (Messen, Aetingen, Recherswil- Kriegstetten C) und gewichtigen Absenzen in unserem Team schwor uns Franz Schaad ein, dass wir diesen Anlass gewinnen wollen. Unser Gegner hiess Tägertschi-Häutligen, welcher mit der Arbeit im Ries begann. Roger Gisiger eröffnete wie gewohnt mit zwei Treffern das Spiel. Bei leichtem Gegenwind durfte er sich einen 17er und 18er schreiben lassen. Ihm vermochten es nicht alle in der Mannschaft gleich zu tun, trotz allem schlossen wir den ersten Umgang mit zwei 156er Ries zufriedenstellend ab. Tägertschi vermochte einen schnellen, tieffliegenden Streich von Ueli nicht abzutun und musste sich ein Numero schreiben lassen.

Mit den geschulterten Schindeln machten wir uns auf den Weg ins Ries. Die noch geschlossene, hochliegende Wolkendecke erleichterte das Erkennen der anfliegenden Hornusse wesentlich. Wie nicht anders zu erwarten war, testeten uns die Tägertscher im ganzen Ries. Es wurde aber gut gemeldet und abgetan. Wohl wurde nicht in jedem Fall durch den Hintermann abgesichert, aber das Glück mussten wir im ersten Umgang nicht beanspruchen. Wertvolle Unterstützung leisteten unsere Nachwuchshornusser Emrah und Kaya Ari und Kevin Bläsi. Etliche Nousse meldeten sie und erleichterten damit die Arbeit im Ries.

Die Wolken lichteten sich und die Sonne zeigte sich zunehmend. Roger wiederholte seine Leistung im zweiten Umgang exakt und totalisierte 70 Punkte. Für diese grandiose Leistung durfte er als Drittpplatzierter eine schöne Glocke nach Hause nehmen. Diesmal motivierte das Superresultat seine Teammitglieder. Selzach-Solothurn vermochte sich zu steigern und schlug ein 164er und 198er Ries. Nebst unserem Glockengewinner durften sich Beat Kocher (68 Pt.), Rolf Reinhard (64 Pt.), Thomas Brugger (60 Pt.), Baykut Ari (58 Pt.), Dominik Jost (57 Pt.), Beat Glutz (56 Pt.) und Hansueli Wittwer (54 Pt.) die wunderschöne Plakette um den Hals hängen lassen.

Aber nun gings noch einmal an die Riesarbeit. Die helleren Lichtverhältnisse, abbröckelnde Konzentration und wohl ein wenig Müdigkeit waren die Ursache, dass bei drei Streichen das Glück in Anspruch genommen werden musste. Obwohl auf die Nousse gearbeitet wurde, fielen sie nahe der Riesmarch zu Boden. Dieses Glück hat sich die Mannschaft aber verdient und belegte mit 0 Numero und 674 Punkten den guten 4. Rang.