Storchenmatch 2011

Storchenmatch 201122. Oktober 2011

Bereits zum 4. Mal lud die HG Selzach-Solothurn Hornusser aus der ganzen Schweiz und allen Ligen zum Storchenmatch nach Altreu ein. Dank der tatkräftigen Unterstützung und der Mund-zu-Mund-Propaganda meldeten sich 56 Hornusser für diesen Event an. Nebst den „Stammkunden" des Storchenmatches gesellten sich auch viele neue Gesichter dazu. Leider mussten sich kurzfristig noch einige Hornusser entschuldigen und so fanden sich 48 Hornusser auf dem Hornusserplatz ein und genossen zum Auftakt die feine Erbsensuppe mit Gnagi.

Auf Grund der Rekordteilnehmerzahl wurde dieses Mal in drei Gruppen gehornusst. Eine Gruppe begab sich ins Ries, die zweite Gruppe schlug und die dritte durfte eine kurze Pause machen. Damit nicht nur die Einzelwertung für die Hornusser wichtig war, wurde ein kleines Wettspiel durchgeführt.

Wie üblich, wurde auch dieses Jahr die Rangliste nach der Differenz geschaffen. So überlegte sich vor Spielbeginn jeder genau, wie viel er denn Ansagen soll, Windrichtung und Wetter wurden genauestens begutachtet, ehe die Punktzahl notiert wurde.

Es versprach eine spannende Partie zu werden. Bereits nach den ersten beiden Streichen begann bei den meisten die Rechnerei. Bei einigen hörte man aber schon „ i bi wäg vom Fänster". Doch ein Hornusser gibt bekanntlich nicht sooooooo schnell auf. Einige dieser verloren geglaubten fing sich wieder auf und konnte dennoch ein sehr gutes Resultat erreichen. Spannend wurde es aber um den Finaleinzug der besten sechs Spieler. Bis zum Schluss war nicht klar, wem es denn noch reichen würde. Bereits früh war klar, dass man mit 2 Differenzpunkten keinen Finalplatz mehr erreichen kann. Denn mit Baykut Ari, Fredy Weber und Rolf Liechti erreichten gleich drei Spieler das angesagte Resultat Punktgenau. Für die restlichen drei Plätze durften also maximal 1 Differenzpunkt geschrieben werden. Und dieses Kunststück gelang deren sechs Hornussern. Letztlich wurde der Final durch Markus Heiniger, Daniel Tanner und Thomas Brugger vervollständigt. Viktor Fuhrimann, Erhard Antener und Heinz Küffer mussten über die Klinge springen, da die Differenz der einzelnen Streiche grösser war. Denn ein weiteres Kriterium neben der Differenz von angesagtem zu geschlagenem Resultat ist die Differenz zwischen dem längsten und dem kürzesten Streich.

In der Vorrunde schlug Baykut Ari am genausten. Er erreichte sowohl sein angesagtes Resultat Punktgenau und schlug dabei viermal einen 17er. Genauer geht's also nicht.

Bei den Finalteilnehmern stieg nun die Spannung. Dass auch hier jeder gewinnen wollte, sah man den Teilnehmern förmlich an. Erneut machte sich jeder Gedanken über sein zu erreichendes Schlagresultat. Erneut wurde auch das Wetter wieder mit in die Entscheidung eingebunden.

Der Final wurde nun in der umgekehrten Reihenfolge der Zwischenrangliste geschlagen. Als erster musste also Thomas Brugger seine beiden Streiche schlagen. Er erwischte keinen optimalen Start, gab aber die Hoffnung noch nicht auf, denn wie ihm, erging es auch den fünf anderen Teilnehmern. Die zweite Runde musste also die Entscheidung herbeiführen. Soviel sei bereits gesagt, die Zwischenrangliste wurde komplett auf den Kopf gedreht. Mit null Differenzpunkten in den Final gekommen musste sich Rolf Liechti im Final 10 Differenzpunke notieren lassen. Dieses Resultat bedeutete den 6. Schlussrang. In der Vorrunde überzeugte Baykut Ari noch mit seiner genialen Konstanz. Leider war von dieser im Final nichts mehr da. Die Nerven spielten wohl ein wenig verrückt und so musste er sich 8 Differenzpunkte notieren lassen und rutschte vom Podest auf den 5. Schlussrang ab. Fredy Weber kam ebenfalls mit 0 Differenzpunkten in den Final. Auch bei ihm gelangen die Streiche nicht nach Wunsch. Mit 7 Differenzpunkten erreichte er den undankbaren 4. Schlussrang.

Im zweiten Streich musste sich Markus Heiniger eine 10 schreiben lassen. Für ihn schien das Podest in weite Ferne gerückt. Doch mit zwei 18er in den letzten beiden Streichen kam er bis auf 4 Punkte an sein angesagtes Resultat heran und belegte letztlich den 3. Schlussrang. Ebenfalls mit einem kurzen Streich im Sortiment musste sich Thomas Brugger abmühen. Er kämpfte sich bis auf einen Punkt an sein angestrebtes Schlagresultat heran, was den 2. Schlussrang bedeutete. Dass man auch im Final genau Hornussen kann, bewies Daniel Tanner. Er sagte 62 Punkte an. Mit den Streichen 14,17,15,16 erreichte er dieses Resultat Punktgenau und gewann den diesjährigen Storchenmatch.

Nebst den sechs Finalteilnehmern durften noch acht weitere Hornusser einen feinen Preis in Empfang nehmen.

Storchenmatch 2011Erneut konnten sich Spitzenhornusser und Hornusser aus den unteren Ligen ein Duell auf gleichem Niveau liefern. Den für einmal war nicht das höchste Resultat sondern die Genauigkeit für die Rangliste massgebend. Das höchste Resultat erreichte wie im vergangenen Jahr ein Höchstetter. Roman Hugi schlug 74 Punkte. Würde man das Podest nach EHV-Reglement besetzen, würde Thomas Hager mit 73 Punkten den 2. und Samuel Burkhalter mit 72 Punkten den 3. Schlussrang belegen. Diese drei können aber auch genau Hornussen, lag die Differenz doch bei 2 resp. 3 Differenzpunkten.

Nach dem sportlichen Wettkampf widmeten sich die Hornusser der feinen Bernerplatte. Und bei weiterem Speis und Trank und den für Hornusser geläufigen Gesprächen ging ein schöner Tag dem Ende zu.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Teilnehmern des 4. Storchenmatches herzlich bedanken und freue mich bereits jetzt auf die 5. Austragung am 20. Oktober 2012.